Mitarbeiter im Portrait

Ich weiß, was ich verkaufe

Die Chefleut’ bezeichnen sie als Wunderwaffe im Verkauf & Service. Sie selbst räumt bescheiden ein, flexibel, anpackend und von großer Ordnungsliebe zu sein. Franziska aus Kappl bedient seit ihrem 15. Lebensjahr im Hauptgeschäft/Café in Ischgl KundInnen aus aller Welt. Hier hat sie auch die Liebe fürs Leben gefunden …

Was ist dran an der Lovestory?

FRANZISKA Die Geschichte stimmt. Mein Schwiegervater Hans Walter ist seit mehr als 30 Jahren Fahrer bei Kurz. Über ihn habe ich meinen Mann Christian, seinen Sohn, kennen gelernt.

Du bist jetzt gerade mal 30 und arbeitest schon dein halbes Leben hier. Was hat sich verändert in der Zeit?

FRANZISKA Ich sag‘ dir mal, was gleich geblieben ist: das familiäre Arbeitsverhältnis. Ich habe noch bei Elmar & Sieglinde gelernt, zu Hannes und Sandra pflege ich ebenfalls eine sehr gute zwischenmenschliche Beziehung. Die haben alle Mitarbeiter hier, so wie ich das sehe. Von der Arbeit her ist natürlich das Sortiment größer geworden, wir müssen es kennen und präsentieren. Auch hat sich gerade in Ischgl mit dem großen Umbau im Geschäft und Café viel getan. Alles ist größer, geräumiger, zeitlos modern. Trotzdem ist die Gemütlichkeit erhalten geblieben. Ich arbeite sehr gerne in dieser schönen Architektur. Auch die Technik ist logisch fortgeschritten, Bestellungen nehmen wir z. Bsp. nicht mehr mit Block und Kuli, sondern mit dem Orderman auf. Ach ja, der Kaffee, der ist auch immer besser geworden. Ich bin süchtig danach.

Der sichere Griff im Brotregal. Franziska ist seit ihrem 15 Jahren bei der Bäckerei Konditorei Kurz.

Küche, Service, Verkauf oder Bestellungen?
Welche ist dir die liebste Arbeit?

FRANZISKA Kann ich so nicht sagen. Ich tue alles gern, die Abwechslung macht’s.

Deine Stärken aus Chefsicht?

FRANZISKA Musst du sie selber fragen. Aber ich denke, ich bin flexibel, sehe die Arbeit, kann anpacken und liebe es, wenn alles seine Ordnung hat. Das Geschäft und den Betrieb kenne ich in- und auswendig, da muss man nicht viel erklären, das läuft.

Was schätzt du am meisten an deiner Tätigkeit?

FRANZISKA Dass ich weiß, was ich verkaufe. Hannes Kurz und unser Backstubenleiter Mario achten darauf, dass wir unseren KundInnen mit ruhigem Gewissen ein Sortiment verkaufen können, das frei ist von irgendwelchen Fertigmischungen und chemischen Zusatzstoffen. Wir verkaufen echte Handwerksqualität und keine industrielle Massenware.

Was schätzen deine Kunden?

FRANZISKA Dass wir hinter unseren Produkten stehen und zwar im wahrsten Sinne. Gäste nehmen vor der Abreise körbeweise unser Brot mit nach Hause, weil es in vielen Herkunftsorten keine traditionellen Bäcker mehr gibt. Das spricht schon für die Wertschätzung und das wachsende Qualitätsbewusstsein.

Und was muss nach Dienstschluss mit zu dir nach Hause?

FRANZISKA Unser Dinkel-Vollkornbrot, das Kürbiskernweckerl und als Nachspeise die Himbeer-Vanille-Torte. Davon hab ich mich all die Jahre noch nicht sattgegessen.

Lebensmotto?

FRANZISKA „Wie man in den Wald ruft,…“. Das sag ich jetzt nicht nur, weil ich mit zunehmendem Alter naturverbundener werde.

Franziska Wachter (30), aufgewachsen in Grins und seit 2010 verheiratet in Kappl, arbeitet seit 2003 in der Bäckerei Konditorei Kurz. Zu Hause managt sie zusätzlich zu ihrem Brot-Job die Vermietung von Ferienwohnungen. In der freien Zeit unternimmt sie ausgedehnte Spaziergänge und reist gerne, vorzugsweise zum Schnorcheln ans Rote Meer.

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