Tradition frisch gebacken

Was seinerzeit der fortschrittliche Dampfbackofen war, sind heute die hocheffizienten Backanlagen: ein Werkzeug, um echte Leidenschaft für das Bäckerhandwerk zu leben. Seit Generationen wird diese Leidenschaft in der Familie Kurz weitergegeben und stets neu entfacht. Kriege, Wirtschaftskrisen und eine Pandemie konnten der Liebe zum ehrlichen, natürlichen Brot ebenso wenig anhaben wie die Konkurrenz durch Billigware aus dem Supermarkt.

Und so erlangte die Bäckerei & Konditorei Kurz – im Gleichschritt mit dem Aufstieg von Ischgl zum international bekannten Tourismusort – den Status einer Institution. Für PartnerInnen, MitarbeiterInnen und natürlich: für GenießerInnen aus nah und fern.

1898

Die Gründung des Unternehmens

Josef Kurz richtet im Nebentrakt des Gasthofs Goldener Adler eine Backstube ein. Darin wird mehr Brot gebacken, als der eigene Haushalt benötigt. Die Überlinge verkauft man an die Nachbarn.

1902

Josef Kurz heiratet Karolina Walser

Die beiden bekommen sieben Kinder. Über 37 Jahre bauen sie den Bäckereibetrieb auf und schaffen mit Fleiß und Ausdauer eine Lebensgrundlage für mehrere Generationen.

Alte Portraitaufnahme von Josef und Karolina Kurz

1910

Gebhard Kurz wird geboren

Der jüngste Sohn des Paares, Gebhard, wird die Bäckerei später entscheidend ausbauen.

1914

Vom Gasthof Adler ins Stiegenhaus

Josef Kurz kauft den äußeren Teil des „Stiegenhauses“ (Haus Nr. 29) und errichtet hier nach erheblichen Renovierungsarbeiten seine Dampfbäckerei nach damals modernem Standard.

Alte Außenaufnahme des Gebäudes um 1935.

1935

Gebhard und Theresia Kurz

Nach dem Tod des Vaters übernimmt Gebhard die Leitung der Bäckerei. Unter ihm halten die ersten bescheidenen Maschinen Einzug in die Backstube. Mit Theresia hat er eine fleißige und umsichtige Frau, die den Brotverkauf organisiert. Gemeinsam führen sie den Betrieb zu weiterem Aufschwung.

Alte Portraitaufnahme von Gebhard und Theresia Kurz

1949

Die Bäckerei wächst und gedeiht

Nach dem zweiten Weltkrieg wird das gesamte Haus bis auf das Erdgeschoss abgerissen und als Doppelhaus wieder aufgebaut. In den folgenden Jahrzehnten wird der Bäckereibetrieb sukzessive erweitert und modernisiert.

Alte Aufnahme der Bäckerei Lorenz in Galtür.

1969

Der Schritt nach Galtür

Als der Galtürer Bäckermeister Ludwig Lorenz in den Ruhestand geht, vergrößert die Bäckerei Kurz ihren Markt und übernimmt das gesamte Oberpaznaun.

Portraitaufnahmen von Elmar und Sieglinde Kurz

1978

Elmar und Sieglinde Kurz

Gebhard Kurz übergibt die Bäckerei an seinen jüngsten Sohn Elmar, welcher mit 26 Jahren entschlossen hat, in die Lehre zu gehen und alle nötigen Prüfungen in kürzester Zeit absolviert.

Eine alte Aussenaufnahme der Bäckerei E. Kurz.

1985

Der Neubau

Mit enormem Aufwand wird das gesamte Haus im Ischgler Dorfzentrum abgerissen und neu gebaut. Neben der modernen Backstube entsteht auch ein Verkaufsgeschäft mit Café.

1994

Ausbau in Galtür

Mit dem Ausbau des Geschäfts in Galtür zum Bäckerei- und Feinkostladen beweist sich Kurz als verlässlicher Nahversorger in der Region.

Verkaufsraum mit zwei Mitarbeiterinnen hinter der Brottheke
Bäcker beim Einschießen von Brotlaiben in den Ofen

1998

Geschäftstüchtig

Rund um das 100-Jahr-Jubiläum sind bereits 35 MitarbeiterInnen »beim Kurz« beschäftigt. Im Winter wird auch in Mathon eine Zweigstelle betrieben. Ein modernes Großraumbüro, der vergrößerte Fuhrpark und ein neues werbliches Erscheinungsbild rüsten die Firma für die Zukunft.

Portraitaufnahmen von Hannes und Sandra Kurz

seit 2007

Hannes und Sandra Kurz

Der älteste Sohn von Elmar und Sieglinde ist geprüfter Bäcker- und Konditormeister und übernimmt mit seiner Frau Sandra in vierter Generation den Familienbetrieb.

2008

„Super Mario“

Hannes Kurz holt erstmals den jungen Bäckermeister Mario Gstöttinger aus Oberösterreich ins Paznaun. Aus dem Saisonjob wird schnell eine Erfolgsgeschichte: Mario bleibt, übernimmt die Leitung der Backstube und wird zur unverzichtbaren rechten Hand des Chefs. Leidenschaft, Einsatz und Tatendrang – das ist bis heute sein Erfolgsrezept.

ab 2010

Bäck to the roots

Die Billigkonkurrenz durch Supermärkte sowie ausufernde Bürokratie führen landesweit zu einem regelrechten Bäckersterben. Familie Kurz beschließt kompromisslos auf Qualität, Authentizität und Transparenz zu setzen.

ab 2014

Umbauten

Die Modernisierung beginnt mit dem Neubau der Filiale Mondin. 2016 erstrahlt das komplett umgebaute und erweiterte Hauptgeschäft mit Café im Erdgeschoss der Bäckerei Konditorei Kurz im neuen Glanz. 2017 folgt die Eröffnung der Filiale See.

Außenansicht der Bäckerei Kurz in Galtür bei Abendstimmung
Kundin verlässt die Filiale der Bäckerei Kurz in Ischgl am Abend
Außenansicht der Bäckerei Kurz Filiale in See mit beleuchtetem Eingang

2017

Nachfolge gesichert

Von 2018-2020 absolviert Julian Kurz im eigenen Betrieb die Lehre zum Bäcker. 2023 schließt er die Ausbildung zum Konditor ab. In einem fließenden Prozess wird Julian von seinem Vater und Vorbild Hannes Kurz auf künftige Führungsaufgaben vorbereitet.

2020

Und dann kam Corona...

Während der Lockdowns versorgt die Bäckerei wie gewohnt die Bevölkerung des Paznaun. 2021/22 kommt es zu einem Totalausfall der Wintersaison. Nach Wiederaufleben des Tourismus wird die Produktion sukzessive dem Bedarf angepasst.

2025

Die Zukunft wird spannend

Julian besucht die Meisterschule für Bäcker-, Müller- und Konditoren an der HTL für Lebensmitteltechnologie in Wels – wenn er 2026 als frischgebackener Bäcker- und Konditormeister nach Ischgl zurückkehrt, geht’s mit Volldampf weiter. Mutige Ideen, frische Energie – und ein spannendes Projekt warten auf uns: Wir haben noch viel vor!

Julian Kurz lehnt mit verschränkten Armen an der Wand und lacht

Das Buch zur Geschichte der Bäckerei Kurz