Wir haben einige unserer beliebtesten Brote, Kleingebäcke und Fein-backwaren ausgewählt und auf eine besondere Mission geschickt: Sie sollen zeigen, wie viel Leidenschaft und Handwerk in jedem einzelnen Bissen steckt.

Ein ganzes Magazin über unsere Backkunst und Produkte? Genau das! Denn wie könnten wir besser zeigen, was uns täglich antreibt, wie ehrliches Brot entsteht und warum der Faktor Zeit dabei so entscheidend ist? Wir haben die Abläufe in der Backstube und die Gedanken hinter unserem Handwerk so aufbereitet, dass sich das Ergebnis so leicht, knusprig und bekömmlich liest, wie unsere Brote schmecken. Dazu lassen wir ausgewählte Brote und Gebäckstücke ihre eigenen Geschichten erzählen: Der neugierige Jubiläumslaib erforscht seine besondere „DNA“, die „rote Diva“ enthüllt das Geheimnis ihrer Saftigkeit und das Weinbeerweckerl weckt nostalgische Erinnerungen. Für alle, die’s genau wissen wollen, erklären wir die Vorteile der Langzeitführung sowie die wichtigsten Begriffe des Bäckerhandwerks in einem Glossar.

Was ist gutes Brot?

Diese Frage zieht sich wie ein roter Faden durch das Magazin. Denn wie viele andere Lebensmittel ist auch Brot in unserer schnelllebigen Zeit zur Massenware geworden. Im Diskonter, an der Tankstelle – Brot gibt es überall. Doch ist es wirklich gut? Ist es gesund? Und woran erkennt man das?

Geschmack ist subjektiv, nicht aber Qualität. Gutes Brot sollte ausschließlich aus natürlichen, ehrlichen Zutaten bestehen.

Hannes Kurz

Dabei reicht es nicht, einfach nur die chemische Zusatzstoffe wegzulassen. Wenn ein Bäcker auf fertige Mehlmischungen und chemische Backmittel verzichtet, braucht er ein feines Gespür für die Herstellung der vielen verschiedenen Teige – und vor allem Geduld. Die Teige müssen nämlich genügend Zeit haben, um genug Flüssigkeit zu binden und Aromen zu entwickeln. Nur so wird das Brot bekömmlich und bleibt mehrere Tage frisch.

„Die Qualität, die man durch die Verwendung von Kochstücken, Quellstücken, Vorteigen und Co. erreicht, ist den Aufwand absolut wert“,

schwört Hannes Kurz auf die langsame Art der Teigherstellung. Natürlich hat solch traditionell hergestelltes Brot seinen Preis und unterliegt natürlichen Schwankungen, sei es durch Wettereinflüsse im alpinen Ischgl oder Qualitätsschwankungen bei den Zutaten. Dank dem großen Fachwissen unserer Bäcker und moderner Überwachungstechnologie in der Backstube gelingt es jedoch, die Qualität der Backwaren so konstant wie möglich zu halten.

Handwerk mit Sinn: Der Bäcker gibt dem Brot, was es braucht, um Aromen zu entwickeln.

Hannes Kurz riecht an frisch gebackenem Brot
Hände formen rustikalen Brotteig auf bemehltem Arbeitstisch

Durch Arbeit mit den Händen entsteht Brot mit Charakter.

Handwerk als not und Tugend

Apropos Technologie: Auf den ersten Blick mag die moderne Backstube mit Maschinen der neuesten Generation den Eindruck erwecken, dass hier vieles automatisiert läuft. Doch der Schein trügt: Bei Kurz spielt die klassische Handarbeit nach wie vor eine zentrale Rolle. „Zum einen haben wir in unseren Räumlichkeiten im Dorfzentrum gar nicht genug Platz, um alle Arbeitsschritte zu automatisieren. Zum anderen haben wir uns bewusst dafür entschieden, wieder mehr Handarbeit einzusetzen.

Das manuelle Aufarbeiten vieler Produkte ist immer noch die teigschonendste Methode – Maschinen können die Sorgfalt und Feinfühligkeit der menschlichen Hand meistens nicht ersetzen“, erklärt Hannes Kurz. Diese Rückkehr zu den handwerklichen Wurzeln ist mehr als eine nostalgische Entscheidung – sie ist ein klares Bekenntnis zur Qualität und Handarbeit. Denn bei allen hoch gelegten Standards in der Backstube darf ein Laib bei uns immer noch anders aussehen als der nächste, jedes Gebäckstück ein Original sein.

Wir nehmen uns heute
mehr denn je die Zeit,
um ehrliches,
natürliches Brot zu backen.

Zeit für Gutes – seit 1898

Die Essenz dieser Philosophie kommt in unserem neuen Slogan zum Ausdruck: „Zeit für Gutes – seit 1898“. Eine prägnante Botschaft, die auf den Punkt bringt, wofür die Bäckerei & Konditorei Kurz steht. Im Wörtchen ZEIT schwingen dabei mehrere Bedeutungsebenen mit. Einerseits verweist es auf die lange Tradition unseres Betriebs – seit 1898 und in mittlerweile fünfter Generation backt die Familie Kurz in und für das Paznaun. Andererseits unterstreicht es, dass wir uns heute mehr denn je die nötige Zeit nehmen, um Brot auf natürliche und schonende Weise herzustellen. Aber das Wort ZEIT ist auch eine Einladung an unsere KundInnen, sich einen Moment der Ruhe zu gönnen, um unsere Kreationen zu genießen.

GUTES steht in unserem Slogan für das Einfache, das Ehrliche. Es ist ein bewusster Verzicht auf übertriebene Emotionen und leere Superlative. Reicht es nicht, wenn etwas GUT ist? Immer mehr Menschen suchen nach Authentizität und Klarheit. Unser Brot ist nicht das spektakulärste, aber es ist gut. Und jedes erzählt eine Geschichte.